Knedl & Kraut - Montag 04. Januar 2021

Nach ihrem Ausflug durch die hiesige Wirtshauskultur wollten Toni Bartl, Juri Lex und Andy Asang die Welt entdecken. Wie schon bei einer der Lieblingsnummern aus dem letzten Programm berichtet Andy in verschiedensten Sprachen und Dialekten von den bunten Erlebnissen und Eindrücken. Musikalisch begleitet wird er dabei von den virtuosen Musikern Juri und Toni. Der hat als herrlich phantasievoller Instrumentenbauer sein ohnehin schon vogelwildes Equipment nochmals aufgerüstet, um Andys Reiseeindrücke authentisch und bildhaft auszuschmücken. Juri, der studierte Geiger und ehemalige Lehrer am Gymnasium horcht dabei sehr genau hin, damit auch jede Note exakt sitzt!

Bis nach China führt die „Bayerische Weltreise“. Die Erzählungen aus dem Land des Lächelns haben Toni zu ganz besonderen Bauten inspiriert: Beim Klang des Autohupen-Klaviers fühlt man sich inmitten einer chinesischen Megacity. Dort lädt an jeder Ecke ein Straßenimbiss mit originaler Wok-Geigen-Begleitung zum Essen ein. Aber o weh: "Do gibt’s Pudlsuppn anstatt Nudlsuppn!" Dann doch lieber Spanien! Zum Sound der Käseschneide-Mandoline kann man den andalusischen Ziegenhirten direkt riechen. 

Irgendwann kam aber doch ein bisschen Heimweh auf. Zurück in Oberbayern hat Andy den deutschen Schlager für sich entdeckt und überrascht mit ganz eigenen, frech-bayerischen Interpretationen seiner Lieblingslieder. Freilich wie man Knedl & Kraut kennt: so virtuos auf dem bunten Sammelsurium an Instrumenten wie stimmgewaltig. 

Und weil auch der Andy so ein Sprach- und Dialekttalent ist fällt kaum auf, dass der bisherige Stammtischbruder Daniel Neuner nicht mehr mit auf der Bühne steht. Er muss auf so vielen anderen Hochzeiten tanzen und kann nicht mehr so viel auf Achse sein.


Luggi & Guggi - Donnerstag 18. Februar 2021

durch dick und dünn

Regie und Konzept: Toni Bartl

 

Luggi & Guggi. Schon der Name lässt schmunzeln. Das Duo Daniel Neuner und Thomas Gugger steht für Dick und Dünn, für Waschbär und Waschbrett, für Bauch und Brauch. Und für eine typisch bayerische Männerfreundschaft, die durch den täglichen Wettkampf erst die nötige Würze bekommt. Jeder will der Coolste sein. Unterschiedlicher könnten die beiden dabei kaum sein. Der eine leichtfüßig und flink wie eine Gazelle, der andere sprachgewandt und stark wie ein Bär. 

Guggi, das Schmalhemd versucht unermüdlich aus dem Schatten des stimmgewaltigen und „pfundigen“ Freundes Luggi zu treten. Um von dessen Geschichten aus aller Herren Länder abzulenken, schleppt er immer aberwitzigere Instrumente auf die Bühne, denen er überraschend musikalische Klänge entlockt. Aber am Ende verbindet sie halt doch die gemeinsame Liebe zur Musik, frönen sie beide zu gern der Leidenschaft, einen ganzen Abend lang das Publikum köstlich zu unterhalten.

Luggi, das ist Daniel Ludwig Neuner, das Mannsbild aus dem BR, der beliebte Sprachreisende aus Knedl & Kraut, Thomas Gugger der versierte Schlagzeuger und Gitarrist, den viele noch aus der spektakulären Show „Yellow Hands“ kennen. Gemeinsam gehen sie durch Dick und Dünn und bespielen ab Herbst 2019 mit vielen Instrumenten die Bühnen Bayerns. 

 

Eindeutig trägt der Abend die Handschrift von Toni Bartl. Der kreative Instrumentenbauer und Regisseur aus Garmisch-Partenkirchen hat bereits mehr als ein Dutzend sehr erfolgreicher Bühnenprogramme wie „Alpin Drums“, „Knedl & Kraut“, „Yellow Hands“ oder „Alpen Sperrmüll“ konzipiert und inszeniert.


Stefan Zinner - Mittwoch 10. März 2021

In einem kleinen Hotel in Ostfriesland, ganz nah am Ende der Welt, entstand das 5. Kabarett-Programm von Stephan Zinner. Gezeichnet von den Erfahrungen der vorhergehenden Tage mit wilden Begegnungen mit jammernden, deutschen Rentnergruppen in karierten Dreiviertelhosen aus denen Steckerlhaxen mit Trekkingsandalen herausschauten, aus denen wiederum Zehen mit ungeschnittenen Fußnägeln herauslugten und dem versehentlichen Genuss eines Getränks Namens „Jever Fun“ während des WM Vorrundenspiels Deutschland - Mexiko schwante dem 1974 in Trostberg in Oberbayern geboren Wahlmünchners etwas: Die Zeiten ändern sich.

Wo sind all die Bienen hin? Wo verstecken sich die guten Schiebertänzer? War früher alles besser?
Auf gar keinen Fall – lautet die Antwort. Doch ein paar Dinge vermisst er dann schon, der Chiemgauer Zinner... und mit diesem Programm macht er sich auf die Suche nach Seltenem, Wertvollem, Liebgewonnenem.
Dabei streift er natürlich auch ganz aktuelle Themen wie die gute Münchner Luft, das Psychiatriegesetz und „dass es mit dem Söder schon oft ein Kreuz ist“.
Vom Genre her bewegen wir uns im Musikkabarett, d.h. mit Liedern muss gerechnet werden.
Ein Begleitmusiker ist während des gesamten Abends zugegen.
Eine gewisse Dialektfestigkeit schadet dem Zuschauer zudem nicht, da er so die volle Breite und Tiefe des Programms miterleben kann.
Die Spieldauer wird mit ca. 2 x 45 Minuten und Verlängerung je nach Neigung angegeben.
In der Pause können Erfrischungen geordert werden.

Rock on 

www.zinners-seite.de


Maxi Gstettenbauer - Samstag 03. April 2021

„NEXT LEVEL“
Pressetexte haben immer sowas marktschreierisches. „Seht her! Ich bin der Geilste! Guckt mal wie viele Preise ich gewonnen habe (zwölf) und bei wie vielen Comedy-Sendungen ich zu Gast war (allen)! Du musst unbedingt ein Ticket kaufen!“ Diese schamlose Selbstbeweihräucherung ist nichts mehr für mich.
Seit 10 Jahren stehe ich jetzt auf der Bühne und es geht mir einfach richtig auf den Sack, dass der Pressetext fertig sein muss bevor man überhaupt das Programm geschrieben hat. Was soll das? Pressetexte sind eh wurscht. Noch nie hat ein Mensch gesagt: „Mensch, ich habe neulich einen unfassbaren Pressetext gelesen. Der hat mich so verändert! Ich habe mich direkt scheiden lassen und lebe nun in Sibirien, um dort mit Hilfe der örtlichen Schamanen mein wahres Ich zu finden.“
Auch wenn ich noch keine Zeile geschrieben habe, kann ich versprechen: Es wird obergeil. In Zeiten von Fake News kann man sowieso alles behaupten. Warum sollte dann dieser Pressetext auch nur einen Funken Wahrheit enthalten?
Ich könnte einfach sagen, dass während dieser 90 Minuten (mal gucken, wie viel ich schaffe) ein russisches Tanzorchester zu dem aktuellen Shindy Album tanzt, während im Hintergrund ein Elefant Backflips macht. Aber wahrscheinlich wird es dann doch wieder pure Stand-Up- Comedy wie man sie in Deutschland nur selten findet.
Ich nenne die Show NEXT LEVEL, weil ich ein alter Zocker bin und ich den Moment, indem man einen Spielabschnitt geschafft hat am meisten gefeiert habe. Danach bleibt die Frage: Was kommt im nächsten Level? Wie geht es weiter? So geht es mir gerade. Und ganz vielen Menschen aus meiner Generation genauso. Das behaupte ich einfach mal, denn ich kenne alle aus meiner Generation persönlich.
So! Wir haben die 30 geknackt, der Bauchansatz ist sichtbar, die Ambitionen schwinden und dann noch diese blöde Sache mit dem Klima. Wie sieht da das NEXT LEVEL aus? Diese Frage werde ich an diesem Abend versuchen zu beantworten. Ach ja, und es gibt Pimmelwitze.
Euer Maxi

Stefan Waghubinger - Sonntag 09. Mai 2021

In seinem dritten Soloprogramm hat es Waghubinger ganz nach oben geschafft. Auf dem Dachboden der Garage seiner Eltern sucht er eine leere Schachtel und findet den, der er mal war, den, der er mal werden wollte und den, der er ist.
Es wird also eng zwischen zerbrechlichen Wünschen und zerbrochenen Blumentöpfen, zumal da noch die Führer der großen Weltreligionen und ein Eichhörnchen auftau- chen.
90 Minuten glänzende Unterhaltung trotz verstaubter Oberflächen. Aber Vorsicht, zwi- schen den morschen Brettern geht es in die Tiefe.
„Es ist tieftraurig und zugleich zum Brüllen komisch, banal und zugleich verblüffend geistreich, zynisch und zugleich warmherzig. Vor allem aber ist es eins: verdammt gut.” Böblinger Bote
„Federleicht und geschliffen Es gibt nur wenige Kabarettisten, die es mit Waghubingers Formulierungskunst aufnehmen können- und es gibt nur ganz wenige Kollegen, bei denen geschliffenen Texte so federleicht durch den Saal schweben.”
Allgemeine Zeitung Mainz
„Plötzlich hat man keinen Boden mehr unten den Füßen und dann hat man Angst ohne Grund” (aus: „Jetzt hätten die guten Tage kommen können”)

"Addnfahrer - Sonntag 20. Juni 2021

„S'Lem is koa Nuddlsubbn“

 Im Frühling 2015 filmte er sich selbst, wie er gut gelaunt im Traktor übers Feld rast. „Addnfahrn, geil, Frühling is, auf geht’s“ hört man ihn jubeln. (Addn = landwirtschaftliches Gerät für den Traktor) 

Das Video wird von einem Freund per WhatsApp weitergeleitet und verbreitet sich rasend schnell. Über 90.000 Menschen sahen den Clip in wenigen Tagen.  

Seinen Durchbruch hatte er aber mit dem Video als er sich bei dem lokalen Kuhglockenstreit in Bad Reichenhall eingemischt hatte und das auf recht derbe Weise: "Wega dera Diskussion mit dene Kuahglockn, sog amoi, seids es eigendle ned ganz sauber!", poltert der junge Mann, in dem Video los. 

Derzeit hat er 262.050 Follower auf Facebook. Seine Beschreibung seiner Videos: Grober Humor aus dem bayerischen Alltag. Inzwischen hat er auch einen Kanal auf Youtube eingerichtet. Hier hat er innerhalb kurzer Zeit schon 8.844 Abonnenten. 

Wolfgang Krebs - Samstag 09. Oktober 2021

Krebs - Neues Programm 2020 

Bayern ist 70.000 Quadratkilometer groß und besteht zum größten Teil aus Land. Und wohin geht die Entwicklung auf dem Land? In Richtung Stadt. Die Speckgürtel um die großen bayerischen Städte werden immer größer, die Mieten immer höher, die Wege zur Arbeit immer länger. Damit wächst auch die Gefahr, dass Bayern immer mehr an Charakter verliert, an Gemütlichkeit und Tradition.

Jetzt regt sich Widerstand in der Provinz. Genauer: in Untergamskobenzeißgrubengernhaferlverdimmering.

Schorsch Scheberl sagt der Landflucht den Kampf an und veranstaltet einen Motivationsabend. Im einzigen Lokal weit und breit, in der Wirtschaft „Zur Toten Hose“, melden prominente Politiker, Kulturschaffende, Einheimische und Zuagroaste zu Wort, es wird debattiert, gelacht und gesungen unter der Überschrift „Geh zu, bleib da!“

Die Bühne aber bliebe völlig leer, wenn nicht EIN Hauptorganisator all diesen Figuren Leben ein-hauchen würde: Wolfgang Krebs verkörpert Politiker wie Markus Söder, Horst Seehofer, Joachim Herrmann oder Edmund Stoiber. Aber auch die leider enorm erfolglose Allgäuer Schlager-Kanone Meggy Montana und natürlich den schlitzohrigen Schlawiner Schorsch Scheberl. Und etliche andere bewährte, aber auch noch unbekannte Figuren, die an diesem Abend alle einfallen in die Hymne „Oh du mein Untergamskobenzeißgrubengernhaferlverdimmering!“

Wird es gelingen, die Entwicklung aufzuhalten oder wenigstens zu verlangsamen? An diesem Abend gibt es viele gute Argumente dafür, Land zu gewinnen, indem man das Land nicht verliert. Und der Bitte zu folgen „Geh zu, bleib da!“.


Michael Altinger - Donnerstag 25. November 2021

Auch das Christkind muss daran glauben

Ein total verlogenes, autobiografisches Weihnachtsbuch

Michael Altinger ist ein Weihnachtsnarr. Weil er sich seine Erinnerungen ordentlich zurechtgerückt hat und nur gelten lässt, was seinem Harmoniebedürfnis entspricht.
Deshalb ist dieses Buch zwar autobiografisch, aber auch herrlich verlogen. Hier mischen sich unglaubliche Wahrheiten mit echten Lügen. Was in diesen Geschichten stimmt und was nicht, darüber soll der Leser rätseln und sich ertappt fühlen.
Das Leben eines bayerischen Kabarettisten und Familienvaters, in den Wochen zwischen Nikolaus und Dreikönig. Jedes einzelne Kapitel könnte für sich stehen. Nacheinander gelesen, ergeben sie tatsächlich eine Gesamterzählung, die am Ende ihren Showdown findet.
Und natürlich ist dieses Buch auch eine Lebenshilfe, mit der wir alle Krisen im Fest der Liebe ersticken können. Was passiert aber nach dem 6. Januar? Dafür übernimmt der Altinger keine Verantwortung. Möge die Weihnacht mit uns sein!